Konzept der Quotensteuerung

Grundbegriffe und Einschränkungen der Quotensteuerung, bei der das Zielvolumen je Merkmal (Geschlecht, Alter, Region) festgelegt wird.

Die Quotensteuerung (Quota) ist eine Funktion, mit der Teilnehmende segmentweise aufgeteilt und für jedes Segment ein Erhebungsziel festgelegt wird – mit dem Ziel, eine möglichst ausgewogene Stichprobe zu erhalten. In quantitativen Studien sichert die Kontrolle der Anzahl je Merkmal die Repräsentativität der Daten.

Wann wird sie eingesetzt

  • Gleichmäßige Erhebung von 50 Antworten je Zelle aus Geschlecht × Altersgruppe
  • Aufteilung der Regionen in 6 Blöcke mit jeweils maximal 30 Antworten
  • Vorab festgelegte Erhebungszahlen je Kombination aus Beruf × Branche, damit spätere Segment­analysen möglich sind

Grundbegriffe

  • Zelle: Schnittmenge der Quoten­achsen. Beispielsweise ist „männlich × 20er Jahre“ eine Zelle
  • Zielanzahl: Gewünschte Erhebungszahl je Zelle. Sie lässt sich entweder als absolute Zahl oder als Prozentwert festlegen
  • Bufferrate: Erlaubter Puffer, um das Ziel zu überschreiten. Bei einem Ziel von 50 und 10 % Puffer werden bis zu 55 Antworten akzeptiert, anschließend werden neue Teilnehmende ausgeschlossen
  • Gesamtes Erhebungsziel: Gesamtzahl der Antworten über die gesamte Umfrage hinweg. Sie muss mit der Summe der Zellen­ziele übereinstimmen

Einschränkungen

  • Pro Umfrage lässt sich nur eine Quote einrichten. Sollen mehrere Quoten parallel betrieben werden, muss die Umfrage aufgeteilt werden
  • Als Quoten­achse lassen sich ausschließlich Fragen vom Typ SCREEN(SA) verwenden. MA-Fragen (Mehrfachauswahl) eignen sich nicht, da eine einzelne Person sonst mehreren Zellen zugeordnet würde
  • Screen-out-Optionen werden automatisch aus der Quotenmatrix ausgeschlossen (ausgeschlossene Teilnehmende zählen ohnehin nicht zur Auswertung)

Nächster Schritt

Die konkreten Einrichtungsschritte finden Sie in Quote einrichten. Den Fortschritt der Erhebung prüfen Sie im Quota-Monitoring.