Screening

Gestaltung von Screening-Fragen, die nicht zur Zielgruppe gehörende Teilnehmende ausschließen, Unterscheidung zwischen SA und MA sowie Zusammenspiel mit der Quotensteuerung.

Screening-Fragen sind ein Mechanismus, um Teilnehmende, die nicht zur Zielgruppe einer Umfrage gehören, gleich zu Beginn auszuschließen. kicue unterstützt dafür zwei Varianten: SA und MA.

Warum Screening sinnvoll ist

  • Höhere Datenqualität – durch den Ausschluss von Antworten außerhalb der Zielgruppe steigt die Analysequalität
  • Kostenersparnis – bei Panel-Studien mit Incentive-Zahlungen lassen sich unnötige Antworten vermeiden
  • Integration mit Quotensteuerung – Teilnehmende, deren Merkmalsquote bereits erfüllt ist, lassen sich automatisch aus der Erhebung nehmen

Zwei Screening-Formen

FormKürzelEinsatz
Screening (SA)SCREEN(SA)Entscheidung „passend / nicht passend“ per Einfachauswahl
Screening (MA)SCREEN(MA)Entscheidung, ob über die Mehrfachauswahl bestimmte Bedingungen erfüllt sind

Beispiel: SCREEN(SA)

F. Haben Sie in den letzten 3 Monaten ein eigenes Auto gekauft?

  • Ja
  • Nein ← Wird herausgefiltert

Wer „Nein“ wählt, kommt nicht zu den weiteren Fragen und wird auf den Ausschluss-Bildschirm geleitet.

Beispiel: SCREEN(MA)

F. Welche der folgenden Services nutzen Sie derzeit? (Mehrfachauswahl möglich)

  • Service A
  • Service B
  • Service C
  • Keinen davon ← wer ausschließlich diese Option wählt, wird herausgefiltert

Teilnehmende, auf die die Bedingung zutrifft (hier: ausschließlich „Keinen davon“ ausgewählt), werden ausgeschlossen.

Zum Ausschluss-Bildschirm

Ausgeschlossene Teilnehmende sehen einen freundlich formulierten Abschluss, etwa „Vielen Dank für Ihre Teilnahme.“ Da nicht direkt kommuniziert wird, dass sie nicht zur Zielgruppe gehören, bleibt der Eindruck beim Teilnehmenden eher positiv.

Zusammenspiel mit der Quotensteuerung

In Kombination mit der Quotensteuerung (Quota) von kicue lassen sich Teilnehmende, die das Erhebungsziel für ein Merkmal bereits erfüllt haben, automatisch herausfiltern.

  • Beispiel: „Es sollen 100 Männer in den 20ern erhoben werden.“
  • Sind 100 erreicht, werden alle weiteren „Männer in den 20ern“ automatisch ausgeschlossen.

Best Practices beim Design

  • Platzieren Sie Screening-Fragen möglichst am Anfang der Umfrage (um unnötige Antwortzeiten zu vermeiden)
  • Formulieren Sie die Zielbedingungen klar (z. B. „in den letzten 3 Monaten“, „mindestens einmal im Monat“)
  • Wenn SCREEN(SA) ausreicht, diesem den Vorzug geben (einfacher ist leichter zu warten)
  • Bei Kombination mit der Quotensteuerung vorab Bedingungen und Zahlen strukturiert festhalten

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